
Wer wir sind
Kurz gesagt: Ein bunter Haufen mit einer gemeinsamen Leidenschaft.
Wir sind kein verstaubter Verein mit endlosen Sitzungen, sondern eine Gemeinschaft, die eine Leidenschaft hat: Blasmusik.
Bei uns treffen Oldies auf Newbies und Profis auf Anfänger.
Aktive Mitgliedschaft
Um aktives Mitglied zu werden kommt einfach zu unserer wöchentlichen Probe. Diese findet donnerstags von 20:00 bis 22:oo im ersten Stock des Kronegebäudes statt.
Wir freuen uns auf jede musikalische Verstärkung!
Fördernde
Mitgliedschaft
Mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von derzeit 16€ könnt ihr förderndes Mitglied des Musikvereins Bochingen e.V. werden.
Füllt dazu einfach die Beitrittserklärung (rechts) aus und sendet es per Post oder E-Mail an den 1. Vorsitzenden Michael Lehmann.
Lust auf Beat? Komm vorbei!
Egal ob aktiv oder fördernd, Wir freuen uns über jedes Mitglied.
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Vereinsgeschichte
Gründung
Die einzelnen Wurzeln der Musikkapelle gehen zurück bis ins Jahr 1850. Augustin Higlister, ein Mann im mittleren Alter, vereinigte sich mit Johannes Rohrer sen. Die beiden machten mit Klarinette und Violine Musik. Im Jahr 1876 wurde dann eine Kapelle aufgebaut. Der damalige Schullehrer Raff rüstete seine beiden Söhne Alfons und Josef mit Trompeten aus. Zu ihnen gesellten sich Anton Fromm, der später langjähriger Leiter der Musikkapelle war. Johannes Walheim vom Einfelderhof stellte sich ebenfalls in den Reihen ein. Weiter kamen hinzu Bonifaz Haag, Lukas Heim und Wilhelm Minder. Diese Musiker sind noch heute im Bild festgehalten.
Unter der rührigen Führung des vom Wehrdienst zurückgekehrten Militärmusikers Johannes Rohrer jn., Sohn des oben genannten Rohrers kam die kleine Kapelle bald auf eine beachtenswerte Höhe. Zu derselben gesellten sich nach und nach noch weitere aktive Mitglieder und zwar August Gapp, Josef Schneider von Harthausen, Johannes Fromm, Jakob Kanz und Julius Traub sowie Johannes Rohrer, Sohn des Clemens Rohrer, und Josef Raff. In der damaligen Zeit waren die Musikkapellen noch dünn gesäht und so kam dieselbe oft weit über die Grenzen des früheren Oberamtes hinaus, um bei freudigen und traurigen Anlässen ihr musikalisches Können zur Verfügung zu stellen. Eine Hauptaufgabe der Kapelle war es bei Hochzeiten in der näheren und weiteren Umgebung zum Tanz aufzuspielen. Der Leiter der Kapelle, Bauunternehmer Johannes Rohrer siedelte in den späteren Jahren nach Rottweil über und trat in die Reihen der dortigen Stadtkapelle ein. Hierauf nahm Anton Fromm die Leitung der Kapelle in die Hände bis ihn die Last des Alters zur Abgabe seines Amtes nach dem ersten Weltkrieg veranlasste. Die Leitung der Kapelle übernahm dann Julius Traub. Seine musikalische Ausbildung erhielt er während seiner Militärzeit in den Jahren 1904 bis 1906. Unter seiner Leitung wurde die Kapelle bedeutend verstärkt und im Jahre 192

Vereinsgeschichte
1922 - 1950
Die Gründung des Musikvereins erfolgte am 29. Juni 1922. Nach dem Ausbau zum Verein setzte impulsives Leben ein. Unterstützt vom Vereinsausschuss gelang es dem Dirigenten Julius Traub in verhältnismäßig kurzer Zeit 23 junge Leute mit den verschiedensten Instrumenten auszubilden und nach und nach in die Kapelle einzureihen. Unter äußerst schwierigen Verhältnissen wurden die nötigen Instrumente beschafft. Unser damaliges Ehrenmitglied Hotelier Fritz Heim aus Nürnberg, ein gebürtiger Bochinger, war immer ein großer Förderer der Musik und des Vereins.
Rastlos strebte der Verein vorwärts. Die junge Schar liess sich durch nichts verdrießen und mit zäher Entschlossenheit hielt die Kapelle an ihrem Programm fest. Im Jahre 1924 hatte sich die Kapelle zum ersten mal zum Preisspiel gerüstet. Beim dritten Gaumusikerfest der Heuberg-Baar-Vereinigung in Wellendingen erntete die junge Musikerschar damals die ersten Lorbeeren. Etwa sechs Wochen später beteiligte sich die Kapelle beim großen Musikfest in Rottweil. Wiederum sechs Wochen später gings nach Rosenfeld zum ersten Gaumusikfest des oberen Neckargaues. Als Belohnung für die aufopfernde Arbeit errang die Kapelle in der Oberstufe den 1a-Preis mit 114 Punkten. Mit dieser Beteiligung schloss das arbeitsreiche Jahr 1924 ab. Im Jahre 1925 wurde der Reigen eröffnet mit der Teilnahme am Musikfest in Dunningen. Die Kapelle wurde mit dem 1b-Preis ausgezeichnet. 14 Tage später fand das 10. Gaumusikerfest des Zollernschalksburg-Gauverbandes in Geislingen statt, wo sich die Kapelle unter starker städtischer Konkurrenz einen 1a-Preis holte. In der Folgezeit beteiligte sich die Kapelle noch an verschiedenen Musikfesten und kam immer preisgekrönt nach Hause.
Auch Krisen blieben dem Verein nicht erspart. Dieselben wurden aber immer Dank der Zusammenarbeit der aktiven Musiker und der passiven Mitglieder glücklich überwunden.
Am 23., 24. und 25. Mai 1926 beging die Kapelle das 50jährige Jubelfest verbunden mit Preisspiel, welches einen vom schönsten Wetter begünstigten guten Verlauf nahm. Am Preisspiel haben folgende Vereine teilgenommen: Musikverein Wittershausen, Sigmarswangen, Bergfelden, Glatt, Dietingen, Hochmössingen, Neukirch, Stadtkapelle Rosenfeld, Musikverein Bösingen, Deilingen, Winzeln, Stadtkapelle Spaichingen, Musikverein Schörzingen. Patenkapelle war der Musikverein Schörzingen unter der Leitung von J. Bregenzer. Ehrenpräsident war Fritz V. Heim, Nürnberg und Festpräsident Friedrich Rohrer, Stuttgart.

1951 - 1965
Im Jahre 1951 feierte der Verein das 75jährige Jubiläum der Musikkapelle. Das Fest nahm einen guten und würdigen Verlauf. Eine große Anzahl von Musikvereinen hat daran teilgenommen. Der Wettergott hatte, nachdem es am Samstagabend beim Festbankett geregnet hatte, am Sonntag und auch am Montag beim Kinderfest ein einsehen und bescherte das schönste Wetter. Ein Festzelt war damals noch nicht aufgeschlagen. Festpräsident war Albert Brandecker, ein besonderer Förderer des Vereins. Unser bewährter Dirigent Julius Traub übergab bei seinem Abschiedskonzert welches ihm zu Ehren im Jahre 1956 veranstaltet wurde den Dirgentstab - den er 34 Jahre geschwungen hatte - an Eugen Eichelmann. Julius Traub, der inzwischen 72 Jahre alt geworden war, wurde zum Ehrendirigenten ernannt. Seine Arbeit in den vielen Jahren wurde nicht nur vom Musikverein Bochingen, sondern auch von der Gemeindeverwaltung, den Bochinger Vereinen und allen Bürgern gebührend anerkannt. Dies kam bei dem Abschiedskonzert besonders deutlich zum Ausdruck. Auch der Bund Deutscher Volksmusiker würdigte seine musikalische Tätigkeit durch die Verleihung der goldenen Ehrennadel, der goldenen Dirigentennadel und der höchsten Auszeichnung - der Bundesförderer-Medaille. Auch nach seinem Abschied als Dirigent blieb er der deutschen Volksmusik treu. Bei jeder Veranstaltung des Vereins war er dabei und ergriff immer wieder den Dirigentenstab.
Eugen Aichelmann leitete die Kapelle bis zum Jahre 1959. Unter seiner Leitung nahm der Verein beim Bezirksmusikfest am 2.6.1957 in Spaichingen erfolgreich beim Wertungsspiel teil. Infolge Erkrankung musste Aichelmann seinen Dirgentenstab 1959 wieder abgeben. Aushilfsweise wurde die Kapelle von Alfons Krause geleitet. Ab 1960 übernahm Max Jost den Dirigentenstab. Ihm gelang es, die Kapelle in kurzer Zeit auf einen ansehnlichen Stand zu bringen und eine Jugendkapelle aufzustellen und auszubilden. Aus dieser Jugendkapelle konnte die aktive Kapelle aufgestockt und ergänzt werden. Aber auch Max Jost gab im Jahre 1963 das Amt des Dirigenten wieder ab, welches von Herrn Rädel aus Rosenfeld aushilfsweise übernommen wurde.
Ab 1964 übernahm der frühere Dirigent Eugen Aichelmann, nachdem sich sein Gesundheitszustand gebessert hatte, wieder die Kapelle. Durch Ausbildung von Zöglingen erhielt die Kapelle immer wieder Zuwachs, so gelang es dem Dirgenten Aichelmann dieselbe auf einem ansehnlichen Stand zu halten.
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1966 - 1975
Am 9. und 10. Juli 1966 feierte die Kapelle das 90jährige Jubiläum. Dieses Fest verlief in jeder Beziehung einwandfrei. Was der Musikverein geplant hatte, das 90jährige Bestehen der Kapelle in bescheidenem Rahmen als Musikertreffen zu begehen, gestaltete sich in den zwei Tagen doch zu einem wohlgelungen Fest, vor allem zu einer Demonstration gutnachbarlicher Beziehungen untereinander und zu einer Kostprobe guter gepflegter Volksmusik. Begünstigt durch das strahlende Wetter und durch den guten Ruf, den sich die Kapelle in der Gemeinde erfreut und nicht zuletzt durch die guten Vorbereitungen und das eifrige Bemühen der Veranstalter ihre Gäste zufrieden zustellen, war jung und alt auf den Beinen, um das Jubiläum der Musikkapelle mitzuerleben. Zwölf Musikkapellen haben an dem Fest teilgenommen. Festpräsident war Bürgermeister Eduard Essig.
Am 4.6.1967 beteiligte sich die Kapelle beim Kreismusikfest in Villingendorf beim Wertungspiel und konnte in der Mittelstufe einen ersten Rang erzielen.
Im Juni 1968 musste der Dirgent Eugen Aichelmann den Dirigentenstab alters- und krankheitshalber endgültig abgeben. Ab 16. Juli 1968 wurde die Kapelle von Alfred Schobel aus Dietingen in einwandfreier Weise geleitet. Die Jugendausbildung führte ab 1969 Georg Musialik durch.
Am 30. Juli 1968 ist unser Ehrendirigent Julius Traub im Alter von 84 Jahren völlig unerwartet und überraschend für immer von uns gegangen. Ein Schlaganfall hat seinem Leben ein schnelles Ende bereitet. Die Musikkapelle hat ihn mit allen Ehren zum Grabe geleitet.
In der Generalversammlung am 22. März 1969 standen auf der sehr umfangreichen Tagesordnung auch Neuwahlen des gesamten Vereinsauschusses. Der seitherige Vorstand Josef Söll richtet an die Versammlung die Bitte, von einer Wiederwahl seiner Person abzusehen. Die Versammlung wählte einstimmig Adolf Walheim zum 1. Vorstand. Walheim gehörte bereits seit 1950 dem Ausschuss an, zunächst als Notenwart, dann als 2. Vorstand und Geschäftsführer. Der 2. Vorstand, Bürgermeister Essig, die Vertreter der Aktiven und Passiven Paul Holzer und Günther Stede und Schriftführer Alfred Haag wurden in ihren ämtern bestätigt. Für den seitherigen Kassierer Anton Ettwein, der bat von einer Wiederwahl abzusehen, wurde Max Heizmann gewählt. Zum Jugendleiter und stellvertretenden Dirigenten wurde Georg Musialik gewählt. Dieter Stede wurde Notenwart, Erich Bauer Geschäftsführer. Der seitherige Vorstand Josef Söll wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenvorstand ernannt.
Nachdem Dirigent Alfred Schobel aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte, übernahm Georg Musialik die musikalische Leitung der Musikkapelle. Die Jugendausbildung wurde dann von Karl-Heinz Rohrer weitergeführt. Die Weihnachtskonzerte der nächsten Jahre wurden mit dem TV Bochingen - der ein Theaterstück aufführte - veranstaltet. Da die Uniformen nicht mehr zeitgemäß waren, wurden 1972 neue Uniformen angeschafft. Im Jahre 1974 mussten wir unseren Ehrenvorstand Josef Söll zur letzten Ruhe begleiten. Er hat sich während seiner nahezu 30jährigen Vorstandstätigkeit durch seinen unermüdlichen und selbstlosen Einsatz dem Wohle des Vereins verdient gemacht. 1975 wurde das große Narrentreffen in Bochingen und ein Narrentreffen in Zürich musikalisch mitgestaltet.


1976 - 2000
Vom 11. bis 14. Juni 1976 wurde das 100jährige Bestehen des MV Bochingen gebührend gefeiert.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der durch Funk und Fernsehen bekannten Kapelle die Flippers.
Unter der Leitung von Rainer Jauch nahm 1978 zum ersten mal unsere Jugendkapelle am Weihnachtskonzert teil.
Dirigent Georg Musialik legte 1979 nach 10 Jahren Tätigkeit seinen Taktstock nieder.
Von 1979 bis 1983 übernahm Karl Frommer aus Böhringen die musikalische Leitung der Musikkapelle. Unter seiner Leitung wurde das musikalische Niveau erheblich gesteigert. Es wurden dann auch wieder rein musikalische Weihnachtskonzerte veranstaltet. Die Jugendarbeit wurde weiter verstärkt und so nahm die Jugendkapelle 1981 in Wilflingen und 1982 in Winzeln am Wertungsspiel mit großem Erfolg teil.
In den Jahren 1984 und 1985 wurde der Dirigentenstab von H. Hettich aus Rottweil und Toni Bächle aus Heiligenzimmern übernommen.
Im Oktober 1985 übernahm Walter Weihermüller aus Oberndorf die musikalische Leitung. Bereits im Dezember konnte ein Doppelkonzert mit dem MV Bösingen auf musikalisch hohem Niveau veranstaltet werden. Unter seiner Leitung nahm die Kapelle 1986 am Wertungsspiel in Vollmaringen teil. Erstmals seit Bestehen der Kapelle stellte man sich den Wertungsrichtern in der Oberstufe und erspielte sich einen hervorragenden ersten Rang.

Vom 13. bis 16. Juni 1986 wurde das 110jährige Jubiläum gebührend gefeiert. Zu diesem Jubiläum wurde auch eine neue Uniform angeschafft.
Im Juli 1986 gestaltete die Musikkapelle ein Kurkonzert in Vitznau am Vierwaldstätter See. Auf den Werbeplakaten wurde zur Erheiterung vieler mit "Stadtkapelle Bochingen" geworben.
Im Dezember 1988 verließ uns Dirigent Walter Weihermüller, der eine Dirigentenstelle in Idar-Oberstein antrat.
Bereits nach der Fasnacht 1989 konnte der Ausschuss einen jungen und sehr talentierten Dirigenten verpflichten, es war Wolfgang Wössner aus Rötenberg.
Neben seinem Musikstudium in Karlsruhe übernahm er die musikalische Leitung. Im Jahr 1989 wirkte die Kapelle an einem Sommerfest des Musikvereins Lustenau/Voralberg mit. Am 27. Mai 1990 nahm die Musikkapelle am Wertungsspiel in Denkingen teil. In der Mittelstufe wurde mit dem Wertungsstück König Lear ein hervorragender 1. Rang mit Auszeichnung belegt.
Dank einer großzügigen Geldspende des Ehepaars Frieda und Otto Digiser konnte eine Vereinsfahne angeschafft werden. Vom 8. bis 11. Juni 1990 wurde mit einem großen Fest die Fahnenweihe unter Mitwirkung der Musikkapelle Lustenau begangen. Ein Doppelkonzert mit dem MV Schenkenzell beschloss das musikalische Jahr. Das Konzert verzögerte sich erheblich, da der Bus der Schenkenzeller Musikkapelle in Oberndorf mit Motorschaden liegenblieb.
Das Jahr 1993 war für den Verein sehr ereignisreich. Im Juni startete man nach Thierville/Frankreich zum Johannisfeuer und erlebte dort zwei eindrucksvolle Tage. Eine weitere Dienstreise führte die Kapelle nach Merdingen/Baden zum Weinfest, wo zum Frühschoppen aufgespielt wurde. Der letzte Höhepunkt des Jahres 1993 war die CD-Aufnahme für den Narrenring Oberer Neckar.
Nach 5-jähriger Dirigententätigkeit wurde 1993 Wolfgang Wössner verabschiedet. Er trat die Stelle des Stadtmusikdirektors in Schwenningen an.

Ab 1994 wird die Musik- und Jugendkapelle von seinem Bruder Thomas Wössner geleitet. Unter seiner Stabführung wurden Veranstaltungen und Konzerte im In- und Ausland durchgeführt. So spielte man unter anderem 1996 ein Platzkonzert in Bad Cannstatt beim Gottlieb-Daimler-Stadion und reiste für 2 Tage nach Brixen/Südtirol zum Almabtrieb. 1998 war die Kapelle mit ihrem neu gewählten Vorstand Oliver Kammerer zu Gast in Falkenstein/Vogtland.
2001-2010
Das Jahrzehnt startete mit dem glanzvollen 125-jährigen Jubiläum 2001, das mit neuem Internetauftritt, neuen Uniformen und einem bunten Festzelt-Programm gebührend gefeiert wurde. Neben Reisen nach Eichstetten und Südtirol festigte der Verein seine Strukturen: 2004 wurde der Ausschuss erweitert, was direkt zur erfolgreichen Premiere der Dorfplatzhockete führte.
Musikalisch bewies Dirigent Thomas Wössner Mut zum Risiko, als er 2003 Rock- und Popklänge ins Weihnachtskonzert integrierte – ein Riesenerfolg. Auch innovative Formate wie „Musik live & hautnah“ bereicherten ab 2005 das Dorfleben, während Ausflüge an die Weinstraße oder Rittermahle auf der Alb die Kameradschaft stärkten.
Das Jahr 2006 markierte einen Wendepunkt in der Führung: Roland Hauser übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden von Armin Rohrer. Musikalisch setzte man mit einem Wunschkonzert und einem Gastspiel von Peter Schad Highlights. Die Jugendarbeit rückte verstärkt in den Fokus, unter anderem durch das Kooperationsprojekt „Bläserklasse“ (2010) sowie die Gründung der Nachwuchsgruppen „Beginners“ und „Youngsters“.
Ein emotionaler Höhepunkt war das Jahr 2009: Nach 15 verdienstvollen Jahren übergab Thomas Wössner den Taktstock an Gabor Fehervari und wurde zum Ehrendirigenten ernannt. Ob bei der Glockenweihe, dem Vereinsausflug nach München oder hochkarätigen Doppelkonzerten mit Partnerkapellen – der Musikverein bewies im gesamten Jahrzehnt seine feste Verankerung im kulturellen Leben.

2011-2015
Die Jahre 2011 bis 2015 waren beim Musikverein Bochingen von personellen Wechseln am Dirigentenstab und erfolgreichen Kooperationen geprägt. Nach Gabor Fehervari (bis 2011) und Martin Pütz übernahm im Sommer 2012 Michael Müller die musikalische Leitung.
Musikalische Höhepunkte und Partnerschaften
Der Verein pflegte einen regen Austausch mit benachbarten Kapellen. Die jährlichen Doppelkonzerte wurden gemeinsam mit den Musikvereinen aus Harthausen (2011), Marschalkenzimmern (2012), Hochmössingen (2013/2015) und Gosheim (2014) gestaltet. Ein besonderer Erfolg gelang der Jugendkapelle unter Stefan Hauser, die 2015 beim Wertungsspiel in Dunningen die Bestnote "mit hervorragendem Erfolg" erzielte.
2011 nahmen die Musiker erstmals an den Serenadenkonzerten in Oberndorf teil. 2014 wurde das Platzkonzert mit dem MV Boll ins Leben gerufen, das aufgrund der positiven Resonanz nun jährlich im Wechsel stattfindet.
Der Verein unterhielt sein Publikum bei regionalen Festen wie dem Kreismusikfest in Winzeln (2012) oder dem ersten Biergartenfest in Bochingen (2013).
Im Jahr 2011 wurde Karl-Heinz Rohrer für seine beachtliche 50-jährige aktive Tätigkeit vom Blasmusikverband ausgezeichnet.


2015-2020
Das Jubiläumsjahr 2016 markierte einen glanzvollen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Musikalisch überzeugte die Kapelle beim Wertungsspiel in Böhringen mit dem Prädikat „mit sehr gutem Erfolg“, während das zweitägige Weinfest mit dem Gastspiel von „Egerländer Gold“ die Turnhalle bis auf den letzten Platz füllte. Das Jahr fand seinen feierlichen Abschluss in einem rein intern gestalteten Weihnachtskonzert, bei dem alle Abteilungen – von den Beginners bis zu den Aktiven – gemeinsam auf der Bühne standen.
Das Jahr 2017 läutete eine Phase personeller Neuerungen ein: Erstmals übernahm mit Karin Dengler eine Frau das Amt der ersten Vorsitzenden von Roland Hauser. Parallel dazu übernahm Thomas Zacharias den Dirigentenstab. Während wetterbedingte Absagen das Frühjahr erschwerten, setzten das Dorffest bei Ferdinand Seimel und ein anspruchsvolles Weihnachtskonzert mit dem MV Betzweiler musikalische Akzente.
Im Jahr 2018 lag der Fokus auf der Jugend: Max-Heiner Birk löste Stefan Hauser als Jugenddirigent ab und führte die Beginners sowie das Jugendorchester erfolgreich zusammen. Ein Probenwochenende in Aichhalden stärkte die Gemeinschaft, während die Gesamtkapelle trotz eines Wolkenbruchs das Platzkonzert in Bochingen und später ein gemeinsames Konzert mit dem MV Irslingen meisterte.
Neue Wege beschritt der Verein im Jahr 2019. Die Jugendkapelle feierte beim Jungmusiktag in Vöhringen ihre Auswärtspremiere, und das Dorffest etablierte sich erfolgreich am neuen Standort auf dem Verkehrsübungsplatz. Zum Jahresende folgte ein Dirigentenwechsel in der Jugend von Max-Heiner Birk zu Marco Fuentes sowie ein gemeinsames Weihnachtskonzert mit dem MV Obereschach.
Das Jahr 2020 war schließlich von tiefgreifenden Einschnitten geprägt. Auf Michael Lehmann, der das Amt des ersten Vorsitzenden von Karin Dengler übernahm, und den neuen Dirigenten Peter Strohmayer warteten enorme Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Nahezu der gesamte Proben- und Veranstaltungsbetrieb kam zum Erliegen. Mit kreativen Lösungen wie einem Spießbraten-Verkauf „To-Go“ hielt man den Kontakt zur Bevölkerung, doch mussten das traditionelle Weihnachtskonzert und das Weihnachtsspielen am Ende des Jahres schweren Herzens entfallen.
2020-heute
Hier ist die Zusammenfassung der Jahre 2021 bis 2024, angepasst an den Stil deiner bisherigen Chronik:
2021 bis 2024: Von der Pandemie zurück zur neuen Normalität
Das Jahr 2021 stand noch ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Während der Probenbetrieb und Auftritte im ersten Halbjahr vollständig ruhten, ermöglichte die „3G-Regel“ ab Sommer zumindest die Wiederaufnahme der Probenarbeit. Große Events wie die Dorfplatzhockete fielen erneut aus, wurden jedoch durch kreative Lösungen wie einen Spießbraten-Verkauf „To-Go“ ersetzt. Trotz strenger Auflagen konnte das Weinfest mit Hygienekonzept sowie ein Probewochenende durchgeführt werden, während das Weihnachtskonzert final abgesagt werden musste.
Im Jahr 2022 kehrte das Vereinsleben schrittweise zurück. Neben einer „Fasnet-light“ fanden Klassiker wie die Dorfplatzhockete und das Weinfest wieder statt. Musikalisch bereicherte der Verein unter anderem das Biergartenfest der „Bürger für Bochingen“ und das Kreisverbandsmusikfest in Winzeln. Personell gab es einen Umbruch am Dirigentenstab: Nach der Trennung von Peter Strohmayer führten Thomas Wössner und Stefan Hauser das Orchester interimistisch, bis Sven Bruckner im Herbst als fester musikalischer Leiter übernahm. Den glanzvollen Abschluss bildete das gemeinschaftliche Weihnachtskonzert mit den Youngsters und dem MV „Lyra“ Wittershausen.
Das Vereinsjahr 2023 markierte die Rückkehr zur vollen Aktivität. Ein besonderer Höhepunkt war die musikalische Umrahmung des (nachgeholten) 100-jährigen Jubiläums der SpVgg Bochingen. Geselligkeit bot ein zweitägiger Ausflug nach Merdingen und Freiburg. Innovativ zeigte sich der Verein mit dem ersten „Oktoberfeetz“ im Kronesaal, der das traditionelle Weinfest ablöste. Auch in der Jugend gab es einen Wechsel: Marco Podewils übernahm das Dirigat der „Youngsters“ von Marco Fuentes.
Auch 2024 setzte sich der Trend der steigenden Aktivität fort. Zahlreiche Auftritte und ein gelungener Vereinsausflug nach Alpirsbach prägten das Jahr. Den feierlichen Schlusspunkt setzte das Weihnachtskonzert am 7. Dezember in der Turnhalle, das gemeinsam mit dem MV Hochmössingen und der Jugendkapelle gestaltet wurde.
Der Musikverein Bochingen blickte in der Generalversammlung auf ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Vereinsjahr 2025 zurück. Mit insgesamt 18 Auftritten prägten musikalische Höhepunkte wie „One Night on Broadway“, das Sommer- und Jubiläumsprogramm sowie das Weihnachtskonzert das Vereinsgeschehen.

